Um ihr Risikoprofil abschätzen zu können, muß zunächst eine eingehende Schlaflabor-Untersuchung entweder in unserer Praxis oder einem anderen Schlaflabor erfolgen. Dort werden ihre nächtlichen Atemstörungen genau analysiert. Hierzu werden Sie von einem speziell weitergebildeten Mitarbeiter nachts mit einem komplexen Computerprogramm und einer Infrarot-Kamera überwacht. Während des Schlafes werden Ihre Hirnströme, Atmung, Körperlage, Blutdruck, Schnarchgeräusche und noch weitere Faktoren gemessen.

Die Aufzeichnung beginnt abends und ist am nächsten Morgen gegen 8:00 Uhr beendet. Üblicherweise wird die Diagnostik in einer ersten Nacht durchgeführt und dann in einer weiteren Nacht die ggf. notwendige Therapie eingeleitet.

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Sollte es sich bewahrheiten, daß Sie an einem "gefährlichen" Schnarchen leiden, gibt es verschiedene therapeutische Möglichkeiten:

Bei manchen Patienten genügt es, wenn sie abnehmen und auf Alkohol, Nikotin sowie Schlaf- oder Beruhigungsmittel verzichten. Andere können mit Medikamenten behandelt werden.

Bei Patienten mit ausgeprägtem Schlafapnoe-Syndrom wird eine mechanische Atemhilfe eingesetzt, ein sog. nCPAP-Gerät. Diese Abkürzung steht für das Englische ,,nasal continous positive airway pressure"', was soviel bedeutet wie kontinuierlich Überdruckbeatmung über die Nase. Hierbei wird über eine Nasenmaske Luft in die Atemwege geleitet, wodurch Schnarchen und Atempausen sofort beseitigt werden. Die Einstellung auf den notwendigen Druck erfolgt in einer extra Schlafnacht mit einer nochmaligen kompletten Registrierung. Sie werden über das richtige Anlegen dieses Gerätes ausführlich informiert und in die Handhabung eingewiesen.

Da in seltenen Fällen eine Schlafapnoe auch durch Engstellen in der Luftpassage in Nasen- oder Rachen hervorgerufen werden, wird routinemäßig vor der Maskeneinstellung eine Kontrolluntersuchung beim HNO-Arzt durchgeführt, damit eine ggf. notwendige Korrektur noch vorab durchgeführt werden kann.