Schlafapnoe

Das Wort bedeutet wörtlich übersetzt "Atemstillstand" während des Schlafs und ist nicht unbedingt gleichzusetzen mit Schnarchen. Häufig ist diese Erkrankung aber in der Tat mit starkem Schnarchen verknüpft, so dass Schnarchen als wichtiger Hinweis auf das Vorliegen einer Schlafapnoe gelten kann.

Allerdings muß es darüber hinaus auch zu einem Atemstillstand von wenigstens 10 sec. Dauer während des Schlafens kommen, der häufig von Angehörigen beobachtet wird oder auch vom Patienten selbst als alptraumartiges "Ersticken" erlebt wird. Dabei kommt es mitunter innerhalb einer Stunde bis zu 100 mal zu einem "Fast-Ersticken" durch ungenügende Sauerstoffaufnahme wegen des unfreiwilligen Luftanhaltens. Betroffen von dieser Erkrankung sind vor allem übergewichtige Männer der mittleren Altersgruppe.

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Ist Schnarchen denn gefährlich?

Schnarchen an sich ist zunächst nicht gefährlich, kann aber Mitschläfer natürlich massiv belästigen. Gefährlich wird es allerdings, wenn der nächtliche Schlaf so gestört ist, dass man tagsüber einschläft (etwa auf der Autobahn), oder aber Herz und andere Organe durch das dauernde "Fast-Ersticken" schwer geschädigt werden.

Darüber hinaus droht ein erheblicher Verlust an Lebensqualität, wenn etwa der Ehepartner vom Schnarchen entnervt aus dem Schlafzimmer auszieht oder auch sexuelle Funktionsstörungen bis hin zur Impotenz auftreten. Das Gefühl, immer müde und nicht leistungsfähig zu sein, führt bei vielen Betroffenen zu einer depressiven Gemütsverstimmung. Es ist daher unbedingt notwendig, lästiges, aber ungefährliches Schnarchen vom gefährlichen "Fast-Ersticken" beim Schlafapnoe-Syndrom zu trennen.